Höckerschwan-Brutbestand 2017

Beitrag aus Jahresbericht Nr. 50/2017 der Fachgruppe Ornithologie und Naturschutz Güstrow

– Datenauswertung durch Joachim Loose

Bisher wurden Ergebnisse von Brutbestandszählungen beim Höckerschwan durch die FG-Mitglieder in den Jahresberichten von 1976, 1980, 1985, 1990 und 2002 ausgewertet. Darüber hinaus gibt es die von Neubauer (2004) vorgelegte Übersicht in unserer Kreisavifauna. Diese gibt unseren letzten Wissenstand wider. Inzwischen sind auch dazu schon wieder 15 Jahre vergangen, so dass es angezeigt war, dem Aufruf der OAMV zur Bestandserfassung der Brutpaare des Höckerschwans 2017 zu folgen. An dieser im Altkreisgebiet durchgeführten Kontrolle von möglichen Brutgewässern beteiligten sich nachfolgende FG-Mitglieder:

V. Bösel, W. Köhler, K.-H. Koop, K. Lingsminat, J. Loose, A. Martin, R. Schaugstat, E. Schlüter, G. Trost. Daten wurden auch geliefert von G. Klingbeil, T. Manthey und Ch. Schulz.

Ergebnisse bisheriger Brutpaarerfassungen von Höckerschwänen: 

(siehe Jahresbericht Nr. 35 / 2002)

Jahr BP Juv Juv/BP
       
1971 63 205 3,3
1976 41 79 1,9
1980 55 193 3,5
1985 39 (44) 84 2,2
1990 37 (unvollst.) 94 2,5
2002 70 130 1,9

Von möglichen 116 Brutgewässern, die sich aus den über die Jahre hin mindestens einmal besetzt vorgefundenen sowie theoretisch als Bruthabitat geeigneten Gewässern zusammensetzen, wurden 2017 durch o.g. Personenkreis insgesamt 82 Gewässer kontrolliert. Das entspricht einem Erfassungsgrad von ca. 71 %. Nur an 34 Gewässern wurden erfolgreiche Brutpaare registriert, das entspricht lediglich an 41,5 % der kontrollierten Gewässer.

Außer auf den Krakower Obersee und dem Parumer See mit je 2 BPm waren auf den Gewässern mit Bruterfolgen je Gewässer nur jeweils ein Brutpaar mit Jungen anzutreffen. An 20 weiteren Gewässern traten 21 Paare ohne Bruterfolg oder ohne festgestellte Nester auf. Insgesamt 27 Gewässer wurden mit negativem Ergebnis kontrolliert.

Ergebnis der Erfassung 2017 in der Zusammenfassung: 

Jahr BPo BPm Juv Juv./BPm Juv./BPo
2017 21 36 117 3,25 2,05

Die Jungenzahl lag je Brutpaar zwischen 1 und 9 Junge. Die in der anhängenden Tabelle aufgeführte Jungenzahl entspricht nicht der möglicherweise flügge gewordenen, da meist nur einmalige Kontrollen durchgeführt und spätere Verluste nicht erfasst wurden.

Nicht kontrolliert wurden u.a. nachfolgende Gewässer, in denen insbesondere Höckerschwäne zu erwarten waren oder auch gebrütet haben:

Hohen Sprenzer See, Jahmener Seemoor, Radener See, Lenzener See, Gardener See, Flacher und Tiefer Ziest, Schillersee, Linstower See.

Durch Sukzession oder 2017 zu niedrigen Wasserständen nicht mehr als Brutgebiete geeignet sind inzwischen: Fuchsmoor B103/Zufahrt Alt Kätwin, Soll am Weg Käselow – Neumühle, Dorfteich in Ganschow, Wasserfläche nördlich Kirch Kogel,

Verteilung im Vergleich 2002 / 2017

Foto: J. Loose